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© Peter Freyer, Diplom-Sportlehrer, Sportreferent beim Schwimmverband
NRW

Verbesserung des Lebensgefühls
Wer sich regelmäßig im Wasser bewegt, "tut etwas
für sich". Erfolgs- und Zufriedenheitserlebnisse werden
erlebt. Bewegung wird ein selbstverständlicher Teil des Lebens.
Egal, welche Ziele hinter der Bewegungsaktivität stehen, die
Tatsache in `Bewegung` zu sein, gibt ein Gefühl von Aktivität
und Lebensfreude.
Psychische Belastbarkeit nimmt zu
Durch ein Wechselspiel von auspowern und entspannen, können
Spannungen und Alltagsstress abgebaut werden. Ein gestärktes
Gefühl der Belastbarkeit wird in den Alltag mitgenommen.

Verbesserung des Körpergefühls,
der Körperwahrnehmung
Die Körperwahrnehmung im Wasser ändert sich durch die
Bedingungen des Elements Wassers erheblich. Viele die ihren Körper
an Land vielleicht als unbeweglich und `schwer` empfinden, können
ihren Körper im Wasser `schwerelos` erleben. Es werden Bewegungserfahrungen
ermöglicht, die an Land nicht gemacht werden können.
Übergewicht
`Problemzonen` werden im Wasser "versteckt" - Wasser macht
sie "unsichtbar". Der Auftrieb des Wasser reduziert das
Körpergewicht um 90 %. Der Mensch trägt lediglich 1/6tel
seines Körpergewichtes im Wasser.
Entspannende Wirkung des Wassers
Man kann sich bequem auf das Wasser legen und dabei entspannen.
Durch den Auftrieb des Wassers, befindet sich der Körper in
einer "Schwerelosigkeit", in der einzelne Bewegungen leichter
durchgeführt werden können. Unterstützt wird das
ganze oft durch eine warme Wassertemperatur. Das Geräusch vom
plätscherndem Wasser, beruhigende Musik, Lichteffekte und Düfte
können eine beruhigende Wirkung verstärken.

Neue Bekanntschaften werden geschlossen
In der Gruppe lernt man sich in vielfältigen Bewegungsanlässen
im Wasser kennen. Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Gruppe unterstützen
und motivieren sich gegenseitig (Gruppenspiele, Partnerarbeit etc.).
Informelle Gespräche in der Umkleidekabine gehören dazu.
Wer einmal nicht dabei ist, wird vermisst! Oft entwickeln sich aus
solchen ersten Bekanntschaften langfristige Freundschaften.
Reduziertes Herzinfarktrisiko!
Gegen die Todesursache Nummer eins - die Herz-Kreislauf-Erkrankungen
- ist ein präventiv / gesundheitsförderndes Ausdauertraining
im Bewegungsraum Wasser die beste Medizin. Bei Aqua Fitness Programmen
oder schwimmerischen Ausdauertraining bei guter Technik kann die
persönliche Belastung individuell durch die Arbeit gegen den
Wasserwiderstand dem persönlichen Fitness-Level angepasst werden.
Diese ausgewogene Aktivität verringert das Herzinfarktrisiko.
So erhöht regelmäßiges Training das Schlagvolumen
des Herzens, die Pulsfrequenz nimmt ab, Blutdruck und Ruhepuls sinken.
Das Herz arbeitet insgesamt ökonomischer.
Durch den sogenannten Tauchreflex wird die Ökonomiesierung
zusätzlich unterstützt. Beim Aufenthalt im tiefen (d.h.
nicht stehtiefem) Wasser reagiert der menschliche Organismus mit
einer Abnahme der Herzfrequenz um ca. 10 - 15 Schläge pro Minute.
Durch den hydrostatischen Wasserdruck kommt es zu einer Blutverschiebung
aus den Hautgefäßen zum Herzen hin. Diese Blutverschiebung
verursacht ein vergrößertes Blutvolumen in den herznahen
Gefäßen und im Herzen. Durch dieses vergrößerte
Blutvolumen kommt es zu einer Dehnung der Gefäßwände
und des Herzens, was zur Aktivierung des Parasympaticus und somit
zur Abnahme der Herzfrequenz führt.

Erläuterung des Begriffs Parasympaticus:
Der Parasympaticus ist ein Teil des vegetativen Nervensystems, der
dafür sorgt, daß die menschlichen Organe im "Schongang"
arbeiten. Er bewirkt u. a. eine Senkung der Herzfrequenz bei Nacht!
Auch an der Reizung von Nervenendigungen im Gesichtsbereich scheint
dieser Nerv ursächlich beteiligt zu sein, denn der Kontakt
der Nase-Mund-Region mit Wasser verstärkt den sogenannten Tauchreflex.
Die Blutverschiebung aus der Peripherie hin zum Herzen und der sogenannte
Tauchreflex führen also zu einer Herzfrequenzverlangsamung
von im Regelfall 10 - 15 Schlägen pro Minute.
Krafttraining für die gesamte Muskulatur
Bewegung im Wasser ist ein Training in einem dreidimensionalen Bewegungsraum.
Das bedeutet, dass die Muskulatur permanent gegen den Wasserwiderstand
arbeiten muss und dadurch schonend belastet wird. Beim Aquatraining
werden Muskelgruppen aktiviert die bei einem Training an Land nicht
erreicht werden.
Kurz gesagt: "Wasser ist die beste und billigste Kraftmaschine".
Kein Muskelkater
Die Theorie besagt, dass Muskelkater kleine Verletzungen des Muskels
sind, die durch eine zu große (exentrische) Beanspruchung
entstehen. Der Widerstand des Wassers und der Auftrieb des Wassers
lassen diese Überbeanspruchung erst gar nicht entstehen, da
er die Bewegungsgeschwindigkeit gebremst und auf ein "verletzungsfreies"
Maß reduziert wird. Ruckartige Bewegungen wie an Land sind
ebenfalls durch diese physikalische Besonderheiten des Elements
Wassers ausgeschlossen. Der Muskelkater hat keine Chance. Diese
Tatsache ist keine Theorie, sondern wird seit Jahren durch alle
Aquasportler gerne bestätigt.

Hohe Fettverbrennungsquote
Der Fettstoffwechsel lässt sich am besten durch Ausdauertraining
im aeroben Bereich verbessern. In diesem belastungs-extensiven Bereich,
also bei 60 bis 65 Prozent der maximalen Herzfrequenz (ACHTUNG:
Tiefwasserkorrekturfaktor beachten = 220 minus Lebensalter - 10)
wird ein hoher Prozentsatz des Energiebedarfs aus der Fettverbrennung
gewonnen. Das tolle ist, dass ein verbesserter Trainingszustand
auch den Anteil der Fettverbrennung steigert. Übrigens: als
Nebeneffekt beim Ausdauertraining wird auch das Hungergefühl
reduziert, sofern man nicht frierend aus dem Wasser geht.
Steigerung des positiven Cholesterins
Der Körper produziert bei regelmäßiger Ausdauerbelastung
das "positive" HDL-Colesterin und beugt so der "Verkalkung"
und der Arteriosklerose vor.
Bester Gelenkschutz
Der Auftrieb des Wassers reduziert das Körpergewicht um 90%
und der gesamte Bewegungsapparat wird entlastet. Dies gilt besonders
für strapazierte Knie- und Fußgelenke bei Belastungen
an Land. Zudem wird der Gelenkknorpel durch die gleichförmige,
zyklische Bewegung z. B. beim Aquajogging gestärkt und aufgebaut
- und nicht belastet und gequetscht wie beim Joggen an Land.

Schutz vor Rückenschmerzen
Besonders das Rückenschwimmen und Aquajogging- Aqua Fitness
Angebote im schwimmtiefen Wasser stärken die gesamte Rückenmuskulatur.
Ein Bewegungstraining im Wasser erreicht tiefer gelegene Muskeln,
die bei herkömmlichen gymnastischen Übungen an Land gar
nicht oder nur schwer erreicht und beansprucht werden. So könnte
Aquatraining so manchen Bandscheibenvorfall verhindern.
Stärkung des Immunsystems
Durch ein moderates Ausdauertraining im Wasser wird das Immunsystem
in idealer Weise gestärkt und die körpereigenen Abwehrkräfte
gegen Krankheitserreger mobilisiert. Mitverantwortlich und unterstützend
wirkt hier der Kältereiz des Wassers, der den Körper abhärtet.
Britische Mediziner haben festgestellt, dass Aquasportler seltener
unter Bronchitis leiden als der Durchschnitt der Bevölkerung.
O² - Plus durch vertiefte Atmung
Durch den Wasserdruck auf den Brust- und Bauchbereich werden die
Lungen zusammengepresst - die Ausatmung wird vertieft, mehr CO²
reiche Luft wird ausgeatmet. Das Einatmen wird durch den erwähnten
Wasserdruck anstrengender; die Atemmuskulatur wird automatisch gekräftigt;
man atmet automatisch tiefer, so das mehr Sauerstoff ins Blut gelangt.

Anti-Cellute-Effekt
Nicht nur die Ausdauer, auch die Muskulatur der Beine, Oberschenkel
und Gesäß wird durch den permanenten Wasserwiderstand
gekräftigt. Dieser hat einen Anti-Cellulit-Effekt durch die
Straffung des Bindegewebes.
Aquasport ist ein Stresskiller
Lang anhaltende zyklische Bewegungen wie sie beim Kraulschwimmen
und Aquajogging vorkommen, führen zu einer Stabilisierung körperlicher
und emotionaler Funktionen, im günstigsten Fall sogar zu einer
Ausschüttung von Glückshormonen, den Endorphinen, die
einen die Anstrengungen des Moments vergessen lassen. Speziell entwickelte
Aquaboxing/Aquadrill-Programme bauen Frust und/oder Aggressionen
ab. Hormone wie Adrenalin und Noradrelanin werden abgebaut der Stress
wird gekillt! Durch die Wärmeleitfähigkeit des Wassers
wird beim Aufenthalt im Wasser durch den Kältereiz automatisch
das Wärmeregulationszentrum aktiviert, dadurch wird der Stoffwechsel
erhöht, die Hautdurchblutung vermindert und der Muskeltonus
erhöht, um die Körpertemperatur gegen den ständigen
Wärmeverlust im Wasser aufrecht zu erhalten. Die Kreislauf
wird also erheblich belastet, ohne dass eine motorische Belastung
erfolgt ist.

Keine Venenprobleme
Der hydrostatische Druck, umgangssprachlich der Wasserdruck, steigt
mit zunehmender Wassertiefe und massiert sanft die Beine. Das kalte
Wasser wirkt zusätzlich wie ein Gefäßtraining, weil
die Blutgefäße sich zur Regulierung der Körpertemperatur
zusammenziehen und wieder dehnen müssen (Sauna-Effekt).
Geringes Verletzungsrisiko
Der Auftrieb des Wassers sorgt dafür, dass die Wirbelsäule,
Sehen, Bänder und Gelenke, also der gesamte orthopädische
Apparat vom körpereigenen Gewicht entlastet wird. Für
das Fitnesstraining bringt dies erhebliche Vorteile.
Kostengünstig - keine teure Ausrüstung
erforderlich
Um schwimmen gehen zu können ist kein großer finanzieller
Aufwand nötig, weil jeder nur einen Badeanzug bzw. eine Badehose,
Handtuch und Seife benötigt um die vielfältigen positiven
Wirkungen des Bewegungsraums "Wasser" erleben zu können.
Außerdem ist zumindest in den Ballungsräumen die Verbreitung
des Elementes Wasser in Deutschland so gut, dass der zeitliche Aufwand
zum Erreichen einer Bade-, Schwimmanlage in der Regel sehr gering
ist.
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