Synchronschwimmen, 09.03.09,
von Sebastian Kugler
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Die Mannschaft aus Kanada gewann Gold
im Teamwettbewerb
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Europa, Asien und Nordamerika teilen sich die Medaillen bei
den 20. German Open im Synchronschwimmen, die am Sonntag im
Frankenbad zu Ende gingen. Zur Jubiläumsveranstaltung
konnten der Deutsche Schwimmverband (DSV) und der Internationale
Schwimmverein (ISV) Bad Godesberg 20 Nationalmannschaften
in Bonn begrüßen.
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Im ersten Jahr nach den olympischen Spielen in Peking standen
die diesjährigen German Open für viele Nationen im Zeichen
der Neuausrichtung für London 2012. Viele neue Küren wurden
gezeigt und viele junge Schwimmerinnen waren zum ersten Mal mit
dabei. Sie traten in die Fußstapfen ihrer Vorgängerinnen,
die ihre Karriere nach Peking beendet haben.
Aus aller Welt waren die Teilnehmerinnen angereist - von Venezuela,
Mexiko, Costa Rica und Kanada im Westen bis China, Japan und Malaysia
im Osten - aus China sogar zwei komplette Teams mit insgesamt 20
Schwimmerinnen. Aus Europa kam nur gut die Hälfte der Mannschaften.
Und bei der Medaillenvergabe wollte jeder ein Wörtchen mitreden:
Über Edelmetall im Reisegepäck durften sich am Ende Kanada,
China, Japan, Frankreich, Spanien und Großbritannien freuen.
Soli und Duette dominierte am Sonntag der Topstar der Veranstaltung,
die Spanierin Andrea Fuentes. Die Olympiazweite von Peking gewann
zunächst im Solo mit 95,300 Punkten vor der Japanerin Yumi
Adachi (93,700) und Jenna Randall aus Großbritannien (89,600).
Mit ihrer neuen Partnerin Ona Carbonell konnte sie Japan auch im
anschließenden Duett erneut auf Platz 2 verweisen. Fuentes
und Carbonell erreichten 95,100 Punkte, die Japanerinnen Yukiko
Inui und Chisa Kobayashi folgten mit 93,100 Punkten. Bronze gewannen
fürs Nachbarland China Xuechen Huang und Yiwen Wu (92,100).
Bereits am Samstag hatten Huang und Wu mit ihrer Mannschaft die
Goldmedaille in der freien Kombination gewonnen. Mit einer hinreißenden
Kür, die die Stimmung im Frankenbad zum Toben brachte und mit
lang anhaltenden Bravo-Rufen belohnt wurde, sicherten sie sich 95,700
Punkte und einen verdienten Platz 1. Auf Silberrang folgte Kanada
(94,300) mit einer komplett gegensätzlichen Darbietung: Die
technisch und künstlerisch ebenfalls beeindruckende Kür
wurde mit einer guten Portion Humor und grünen Kopftüchern
vorgetragen. Auf Platz 3 folgten mit deutlichem Abstand die Schwimmerinnen
aus Großbritannien (88,400).#
In einem spannenden Teamfinale sicherte sich zum Abschluss der
Veranstaltung Kanada (94,100 Punkte) mit einem hauchdünnen
Vorsprung von nur 0,100 Punkten Gold vor der Mannschaft aus Sichuan/China
(94,000), die in den Vorkämpfen noch knapp vorne gelegen hatte.
Bronze ging an Frankreich (90,500).
Für die deutsche Nationalmannschaft schwamm Lisa Lacker im
Solo auf Platz 7 (79,900). Auch im Duett schafften Edith und Iris
Zeppenfeld die als Ziel vorgegebene Finalteilnahme und erreichten
Platz 12 mit 79,700 Punkten. Im Teamfinale belegte Deutschland mit
der jüngsten Mannschaft des Turniers den achten Platz (80,400).
Über einen rundum gelungenen Wettkampf freute sich am Ende
Udo Lehmann. Der 62-jährige ist seit 20 Jahren für die
gesamte Planung und Organisation der Großveranstaltung verantwortlich.
"20 Nationen, das hatten wir bei den German Open noch nie",
weiß Lehmann. "Trotzdem ist alles gut und ohne Komplikationen
abgelaufen. Und alle Mannschaften waren zufrieden, das ist ja das
wichtigste".
Die German Open sind der einzige Synchronschwimm-Wettkampf für
Nationalmannschaften in Deutschland und regelmäßiger
Treffpunkt der besten Synchronschwimmnationen. Sie stehen unter
der Schirmherrschaft der Bonner Oberbürgermeisterin Bärbel
Dieckmann.
Die vollständigen Ergebnisse finden Sie unter http://www.isv-badgodesberg.de/veranstaltungen/german-open/2009/timetable-results/
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