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Schwimmverband NRW, 01.03.10,
von LSB NRW /
Robert
Collette
In dieser Ausbildung werden Übungsleiterinnen und Trainerinnen
qualifiziert, einen Kurs bzw. ein Vereinsangebot eigenständig
vorzubereiten und durchzuführen. Voraussetzung für die
Teilnahme ist eine gültige Breitensport-Lizenz oder vergleichbare
Abschlüsse. Im Vordergrund steht bei dieser Ausbildung der
Gesamtbereich der Selbstbehauptung, ergänzt durch Selbstverteidigungsmöglichkeiten
und -techniken.
Seit 2005 wird ebenfalls die Zielgruppe "Selbstbehauptung
/ Selbstverteidigung für Mädchen und Frauen mit Zuwanderungsgeschichte"
thematisiert.
Termine und Orte:
1. 17. April 2010 Radevormwald (Vorbereitungstreffen)
2. 07-09 Mai Radevormwald
3. 11-13 Juni Radevormwald
4. 09-11 Juli Radevormwald
5. 17-19 September Radevormwald
6. 29-31 Oktober Radevormwald
7. 26-28 November Radevormwald
Inhalte der Ausbildung:
- Selbstbehauptung (Übungen, Spiele, Gespräche)
- Rollenspiele (Analysen von Alltagssituationen)
- Gewalt gegen Mädchen und Frauen
- Alltägliche Grenzüberschreitung
- Täter/in- / Opfer-Struktur
- Juristische Aspekte
- Selbstverteidigung in Theorie und Praxis
- Umsetzung innerhalb der Sportvereine
Leitung der Ausbildung: Ingrid Getz und Martina Wesselmann
Kosten: € 465,-- inkl. Ü/VP und Unterrichtsmaterial
Beschreibung:
Die Ausbildung verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz, d.h., dass
Mädchen und Frauen in ihren körperlichen, geistigen und
psychischen Dimensionen wahrgenommen und verstanden werden. Bei
der Selbstbehauptung werden die Schwerpunkte auf die mentale und
psychische Stärkung ihres Selbstbewusstseins gesetzt, während
in der Selbstverteidigung die körperliche Auseinandersetzung
im Vordergrund steht. Ganzheitlichkeit bedeutet in diesem Zusammenhang,
dass Selbstverteidigungstechniken nur wirksam eingesetzt werden
können, wenn im Rahmen der Selbstbehauptung der Wille zur Verteidigung
manifestiert wurde.
Das Ziel der Ausbildung ist, den teilnehmenden Frauen ihre individuelle
Situation erfahrbar zu machen und gemeinsam Maßnahmen und
Möglichkeiten zu entwickeln, ihre durch die gesellschaftlichen
Strukturen eingeschränkten Lebensräume zu erweitern. Dabei
wird die Wahrnehmung und Durchsetzungsfähigkeit entwickelt,
die es möglich macht, sich Meinungen, Einstellungen und reale
Orte zurückgewinnen, die aus Angst vor Konflikten, Aggressionen
und unbekannten Gefahren gemieden wurden.
Gleichzeitig werden die Teilnehmerinnen befähigt, das für
sie selbst neu erworbene Wissen an die Zielgruppen weiterzugeben
und sie bei der Entwicklung eigener Perspektiven anzuleiten und
zu unterstützen.
Es gibt engere und weitere Definitionen von Gewalt. Gewalt ist
alles, was gegen den eigenen Willen geschieht, sexuelle Gewalt ist
das, was sich gegen Mädchen und Frauen als solche richtet,
sie abwertet und Verunsicherung und Angst hervorruft sowie körperliche
Übergriffe bis hin zur Vergewaltigung und Mord.
Prävention heißt Vorbeugung gegen und Verhinderung
von Gewalt gegen Mädchen und Frauen. Traditionelle Strategien
zur Vermeidung und Verhinderung sexueller Gewalt sind Einschränkungen
ihrer Handlungs- und Bewegungsfreiheit durch Warnungen und Verbote.
Die Teilnehmer/innen werden über gesellschaftliche und geschlechtsspezifische
Strukturen informiert und für Verletzungen von persönlichen
Grenzen und sexueller Gewalt sensibilisiert.
In dieser Ausbildung werden gemeinsam in Theorie, Gespräch
und Bewegung Konzepte erarbeitet und eine individuell passende Strategie
entwickelt, sich gegen Gewalt zu schützen und zu wehren. Ansatzpunkt
für die Hilfe zur Selbsthilfe sind immer die Stärken und
Möglichkeiten der einzelnen Teilnehmerinnen.
Dorota Sahle
Sportjugend/ Landessportbund NRW e.V.
Friedrich-Alfred-Str. 25
47055 Duisburg
t. 0203-7381847
f. 0203-7381868
dorota.sahle@lsb-nrw.de
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