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Hannah Freiwald
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Wenn bei NRW-Meisterschaften, egal ob auf der Lang- oder
Kurzbahn, die Mädchen des Jahrgangs 1993 zur Siegerehrung
gerufen werden, kann man sicher sein, dass ein Name sehr
häufig fällt. Das gilt zumindest für die
letzten drei Jahre. Die Rede ist von Hannah Freiwald von
der SG Dortmund. Die am 30. Januar 1993 in Hagen geborene
Schülerin des Dortmunder Goethe-Gymnasiums, wo sie
die zehnte Klasse besucht, hat sich sozusagen ein Abo auf
einen Treppchenplatz erschwommen.
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In der abgelaufenen Saison 2008 sammelte Hannah allein sieben
Jahrgangstitel und kam darüber hinaus noch mehrmals als Zweite
oder Dritte ins Ziel. Eine beeindruckende Bilanz für die
15-jährige, die auch, was nicht immer eine Selbstverständlichkeit
ist, bei jeder Siegerehrung anwesend ist.
Dem Schwimmsport ist Hannah Freiwald schon fast seit ihrer Geburt
verbunden. Die Anfänge im nassen Element sind bereits beim
Babyschwimmen zu suchen. Ernsthaft Schwimmsport betreibt sie seit
Anfang des neuen Jahrhunderts. Zuerst beim SSC Hörde, bevor
sie 2004 mit Ihrer damaligen Trainerin zur SG Dortmund wechselte.
Ihr Stammverein in der SG ist hierbei FS 98 Dortmund.
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Hannah Freiwald (mitte)
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Bei der SG Dortmund fühlt sich Hannah Freiwald rundum
wohl. "Alle sind sehr nett, auch die Trainer und
es macht viel Spaß dort zu schwimmen", zeigt
sich Hannah hoch zufrieden mit ihrem Verein und den Verantwortlichen
am Beckenrand. Sportlich vorbelastet durch die Familie ist
Hannah nicht.
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Ihre Eltern haben keinen Leistungssport betrieben und als Einzelkind
hat Hannah auch keine Geschwister, an denen sie sich orientieren
konnte. Ihre Eltern sind aber für Hannah eine unverzichtbare
Stütze, was die Ausübung ihres Sports angeht. "Ich
möchte meinen Eltern für die ganze Arbeit danken, die
sie wegen des Sports mit mir haben. Ohne sie könnte ich den
ganzen Aufwand gar nicht betreiben" legt Hannah großen
Wert darauf, dass dieses Dankeschön an dieser Stelle ausdrücklich
erwähnt wird.
Ihre Eltern sind im übrigen immer dabei, wenn die Tochter
ihre Wettkämpfe bestreitet. Als ihr sportliches Vorbild nennt
Hannah Freiwald Franziska von Almsick. "Mir gefällt,
wie erfolgreich sie war. Das möchte ich auch schaffen",
sagt Hannah. Das diese Trauben sehr hoch hängen, ist ihr
natürlich bewusst. Hannahs bevorzugte Disziplinen sind Schmetterling,
Freistil und die Lagenstrecken. "Im Moment läuft
es über Schmetterling am besten. Brust hingegen kann ich
so gut wie gar nicht", beschreibt Hannah ihre Vorlieben.
In ihren Lieblingsdisziplinen feierte sie auch ihre ersten Erfolge
auf NRW-Ebene, von denen wir einige bereits eingangs erwähnt
haben. Bei Deutschen Jahrgangsmeisterschaften trat sie erstmals
2007 in Erscheinung. Bei ihrem "Heimspiel" im Dortmunder
Südbad wurde sie Fünfte über 200m Freistil. Platz
sechs belegte sie über 400m Freistil und über 400m Lagen
wurde sie Siebte.
Ganz hervorragend lief es für Hannah Freiwald dann in diesem
Jahr bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften in Berlin. Für
fünf Strecken war sie gemeldet und über alle erreichte
sie das Finale. Ihr größter Erfolg war hierbei der
Gewinn der Bronzemedaille über 200m Freistil in 2:06,90 Minuten.
Über 100m Freistil und 400m Lagen wurde Hannah jeweils Vierte,
über 400m Freistil schlug sie als Fünfte an und über
400m Lagen belegte sie Rang sechs.
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Den dritten Platz von Berlin über 200m Freistil bezeichnet
Hannah auch als ihr bisher schönstes Erlebnis im Schwimmsport.
Dem steht aber das Trainingslager des SV NRW im Herbst diesen
Jahres in Südafrika in nichts nach. "Auch das
gehört zum schönsten, was ich bisher erlebt habe",
schwärmt Hannah von der Maßnahme unseres Landesverbandes
in Pretoria. Für die Zukunft hat sich Hannah vorgenommen
auch bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften 2009 zu
glänzen.
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Hannah Freiwald
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Sie will aber auch einmal etwas völlig neues machen. "Ich
sollte es mal über die 5 Kilometer versuchen", verrät
Hannah und sieht hierin eventuell für sich ein neues Betätigungsfeld.
Ihr schulisches Ziel ist das Abitur am Dortmunder Goethe-Gymnasium,
dem sie ebenfalls dafür dankt, dass man ihr dort keine Steine
für Wettkämpfe und trainingsbedingte Abwesenheit in
den Weg legt. Was sie nach dem Abi macht, weiß Hannah heute
noch nicht genau. "Auf jeden Fall studieren, eventuell
Sport oder Medizin", sagt sie.
Außer dem Schwimmen hat Hannah keine weiteren Hobbys, mit
ihrem Sport fühlt sie sich voll ausgelastet. An ihren Mitmenschen
schätzt sie Freundlichkeit und dass sie lustig, aber nicht
überdreht sind. Gar nicht ausstehen kann sie hingegen Arroganz.
Hannah fühlt sich nicht nur sportlich in Dortmund wohl. Ihr
gefällt auch die Stadt als solche und sie kann sich momentan
nicht vorstellen, woanders als in Dortmund zu leben. "Dortmund
ist schon ganz nett", ist allerdings das höchste
an Gefühlsausbruch, was Hannah zu ihrer Heimatstadt preisgibt.
Glänzende Augen hingegen bekommt sie, wenn sie erzählt
wohin sie jemand zum Essen entführen würde. "Da
geht es in eine Bäckerei und wir essen Schweineohren",
nennt Hannah dieses Gebäck als ihre Lieblingsspeise. Ansonsten
isst sie auch gerne Nudelgerichte. Kalorienreiche Vorlieben sind
das zwar, aber bei dem hohen Trainingsaufwand, den Hannah betreibt,
können ihr diese nichts anhaben. Das steckt sie locker weg,
genau wie das Gespräch für dieses Portrait, dass sie
voll konzentriert, freundlich und offen mit uns führte.
Peter Kuhne