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Melvin Herrmann
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Das Jahr 1992 wartete bis zu seinem letzten Tag bis es
Melvin Herrmann auf die Welt losließ. Der Schwimmer
der SG Dortmund wurde nämlich am 31.12.1992 geboren
und entwickelte sich im Laufe seiner sportlichen Karriere
als ein echter Sylvesterknaller. Wie das Jahr 1992 mußten
auch unsere Leser lange warten, bis dieses schon lange geplante
Portrait von Melvin Herrmann endlich im Netz ist. Immer
kam irgend etwas dazwischen, was die Veröffentlichung
hinauszögerte. "Melvin, wenn Du das jetzt liest,
sei bitte nicht böse, dass es so lange gedauert hat.
Es war wirklich keine Absicht".
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Kommen wir nun aber zum eigentlichen Portrait eines der erfolgreichsten
Nachwuchsschwimmers unseres Landesverbandes. Melvin's Geburtsstadt
ist Dortmund, wo er auch seinen Wohnsitz hat und zur Schule geht.
Er besucht die elfte Klasse des Gisbert-von-Romberg-Berufskollegs.
Dortmund ist Melvin absolute Lieblingsstadt. Er kann sich derzeit
nicht denken, woanders zu wohnen. Sein erste sportliche Station
war im Alter von sechs Jahren der TUS Dortmund Wellinghoven, ein
Verein, den heute nicht mehr gibt.
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Melvin Herrmann
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Sportlich vorbelastet ist Melvin durch seine Mutter, die
ebenfalls Schwimmerin war und wie Melvin beim Coach der
SG Dortmund, Dr. Volker Höltke trainiert hat. Melvins
zwei weibliche Geschwister, 13 und elf Jahre alt spielen
hingegen Handball, während sein jüngster Bruder
(8) noch keine sportlichen Aktivitäten entwickelt hat.
Melvins bevorzugte Schwimmdisziplinen sind die Schmetterlingsstrecken,
wobei er die 100 Meter am liebsten schwimmt.
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Direkte sportliche Vorbilder hat er nicht, er achtet mehr auf
sich selbst. "Natürlich gucke ich mit an, was die
Stars aus den USA und Australien machen, Vorbilder sind das aber
für mich nicht", sagt Melvin. Auf seine eigenen
Erfolge kann Melvin Herrmann mit Fug und Recht stolz sein. Im
Nachwuchsbereich gehört er über die Schmetterlingstrecken
mit zum besten, was Deutschland zu bieten hat.
Elf deutsche Jahrgangsrekorde auf Kurz- und Langbahn kann er
derzeit noch sein eigen nennen. Die Anzahl der gewonnenen NRW-Jahrgangstitel
kann er nicht genau nennen, dafür sind es einfach zu viele.
Seit drei Jahren steht Melvin bei NRW-Meisterschaften auch in
der offenen Klasse immer öfters ganz oben auf dem Siegertreppchen.
Auch die bei Deutschen Jahrgangsmeisterschaften gewonnenen Medaillen
kann Melvin Herrmann kaum zählen. 2004 gewann Melvin den
Jugendmehrkampf, 2006 holte er vier Jahrgangstitel, genau wie
2007. 2008 waren es deren drei. Bei dieser beständigen Erfolgsbilanz
hätte in diesem Jahr fast jeder seinen Hut verwettet, dass
sich das weiter fortsetzten würde und auch die Qualifikation
für die JEM in Prag eigentlich nur Formsache wäre.
Aber erstmals in seiner Laufbahn mußte Melvin Herrmann
in diesem Jahr Rückschläge einstecken. Er gewann zwar
in Hamburg einen nationalen Jahrgangstitel, die sicher geglaubte
JEM-Qualifikation verpasste er jedoch. "Das hatte einige
Gründe", mehr läßt sich Melvin Herrmann
zu diesem Thema auch mit einigem Abstand nicht entlocken.
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Inzwischen blickt Melvin Herrmann aber wieder nach vorn.
Im nächsten Jahr will er die Qualifikation für
die JEM nochmals in Angriff nehmen und auch die Jugend-Weltmeisterschaften
hat er im Visier. Liebäugeln tut Melvin Herrmann auch
mit den erstmals stattfindenden Olympischen Spielen der
Jugend. Auf lange Sicht wären die Olympischen Spiele
2012 in London für den Dortmunder das ganz große
Ziel. "London 2012, das wäre schon eine ganz
große Nummer", meint Melvin.
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Melvin Herrmann (rechts)
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Wenn er mit der Schule fertig ist, will Melvin Herrmann studieren,
was genau, ist aber noch offen. In seiner Freizeit trifft sich
Melvin Herrmann gerne mit Freunden, manchmal spielt er auch Fußball.
Im Fernsehen schaut er sich gerne so gut wie alle Sportarten an.
Gefragt nach seinen Lieblingsspeisen sagt Melvin: "Ich
esse alles gern, was Mutter kocht, auch gerne etwas deftiges.
Da wird nicht immer auf sportgerechte Ernährung geachtet".
Eine Freude kann man Melvin machen, wenn man ihn nach guten Leistungen
lobt, ärgern tut er sich über schlechte Noten in der
Schule und über verpatzte wichtige Wettkämpfe. Kennenlernen
möchte er ganz gerne einmal den amerikanischen Superstar
Michael Phelps. Zur Prominenz, zu denen er schon Kontakt hatte,
zählt er die Bundesligakicker von Borussia Dortmund. "Die
Dortmunder Spieler sind sehr offen und nahe dran an ihren Fans.
Man trifft sich schon mal bei den in Dortmund stattfindenden Sportgalas
und kann sich dort mit denen gut unterhalten", hat Melvin
Herrmann einen guten Draht zu den Erstligakickern der Bierstadt.
Schwimmen will Melvin noch so lange wie möglich und bei
seinem Potential werden wir ihn mit Sicherheit auch in Zukunft
als ein Aushängeschild des Dortmunder Schwimmsports erleben
können.
Peter Kuhne