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Marius Bornheim
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Unter mangelndem Selbstbewustsein leidet Marius Bornheim
von der SG Bayer Wuppertal/Uerdingen/Dormagen gewiss nicht.
Von seinen Qualitäten scheint der am 7. Juni 1989 in
Wuppertal als jüngstens von vier Kindern geborene Schüler
des Wuppertaler Gymnasiums Am Kothen durchaus überzeugt
zu sein. Aktiv Schwimmsport betreibt Marius Bornheim seit
dem Jahr 2000. Seine ersten Bahnen zog er bei den Freien
Schwimmern Wuppertal, dem kleinsten Trägerverein der
SG Bayer.
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Den schwimmerischen Kinderschuhen schnell entwachsen, wechselte
er 2002 in eine der Leistungsgruppen der SG Bayer. Als ein Typ,
der mit Ecken und Kanten ausgestattet ist hatte Marius es nicht
immer leicht mit seinen Trainingskameraden. Das war auch einer
der Gründe dafür, dass er 2004 zum Wuppertaler Nachbarverein
Wasserfreunde wechselte, den er in diesem Jahr aus den gleichen
Gründen wieder verließ und zur SG Bayer zurückkehrte.
Marius Bornheim bezeichnet sich selbst als Sprinter. Seine bevorzugten
Disziplinen sind die 50 und 100m Freistil und die 50m Schmetterling.
Seine sportlichen Vorbilder sind auf diesen Strecken ebenfalls
zu Hause. So bewundert Marius den Südafrikaner Roland Schoemann
und den "Fliegenden Holländer" Pieter van den Hoogenband.
"Die schwimmen genau meine Strecken und Weltrekorde schwimmen,
wie die beiden, ist das, was ich auch einmal erreichen will.",
sagt Marius Bornheim.
Seine ersten Erfolge auf NRW-Ebene feierte er bereits 2002,
kurz nach dem er mit dem Leistungssport begonnen hatte. "Ich
war erst drei Monate im Geschäft, da wurde ich bei den NRW-Jahrgangsmeisterschaften
schon Achter über 100m Freistil", gibt er nicht ohne
Stolz zu Protokoll. Bereits ein Jahr später rückte er
in die nationale Spitze auf. Bei den DSV-Jahrgangsmeisterschaften
2003 im heimischen Wuppertal belegte er einmal Rang vier und einmal
Platz sechs.
Im darauf folgenden Jahr bei den Deutschen Meisterschaften in
Leipzig schaffte Marius Bornheim dann den endgültigen Durchbruch
an die Spitze seines Jahrgangs. Drei Titel über 50 und 100m
Freistil, sowie über 50m Schmetterling gewann er in den Farben
der Wasserfreunde Wuppertal. "In Leipzig hatte keiner mit
mir gerechnet", freut sich Marius noch heute über seine
Erfolge in Sachsen. Noch besser lief es dann 2005 in Berlin, wo
er incl. der dort neben den Jahrgangstiteln ausgeschwommenen Jugendfinals
insgesamt fünfmal Gold holte. Für diese Leistung wurde
er mit der Berufung in das deutsche Team für das European
Youth Olympic Festival (EYOF) im italienischen Lignano-Sabbiadoro
belohnt.
Die Nominierung rechtfertigte Marius Bornheim hier mit einer
Gold- und zwei Silbermedaillen. Das Jahr 2005 mit seinen fünf
Titeln in Berlin und des EYOF in Italien bezeichnet Marius als
die bisherigen Höhepunkte seiner Laufbahn. Diese erhielt
in diesem Jahr einen, wenn auch nicht nachzuvollziehenden Dämpfer.
Nachdem er über fast zwei Drittel der Saison krank war, gewann
er in Berlin bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften die Titel
über 50 und 100m Freistil. Zumindest über die 100m hätte
er sich hiermit für die Jugend-Europameisterschaften auf
Mallorca qualifiziert. Doch der DSV nahm ihn nicht mit. Warum,
weiß Marius bis heute nicht. "Das weiß wohl nur
der Bundestrainer", ist seine Antwort auf diese Frage.
Seinem Selbstbewustsein hat die Nichtnominierung für die
JEM aber keinen Abbruch getan. Eher hat ihn das noch bestärkt.
"Ich habe mir gesagt, jetzt erst recht und darum werde ich
2007 noch einen drauflegen und eine Bombe hochgehen lassen",
kündigt Marius für die kommende Sommersaison großes
an. JEM 2007 soll aber nur Nahziel sein.
Teilnahme an Europa- und Weltmeisterschaften, sowie Olympischen
Spielen ist das, was er noch erreichen will. Auf Peking 2008 schielt
er dabei mit einem halben Auge, London vier Jahre später
erscheint ihm da schon realistischer. Mit acht Trainingseinheiten
pro Woche will sich Marius Bornheim seine sportlichen Träume
erfüllen. Auch was seine beruflichen Ziele angeht, hat er
bereits feste Vorstellungen. Nach dem Abitur will er Medizin studieren
und als Sport-Orthopäde arbeiten. Falls das nicht klappt,
könnte er sich vorstellen, sein Hobby zum Beruf zu machen.
In seiner Freizeit spielt Marius Bornheim nämlich Schlagzeug,
Gitarre, Bass und demnächst auch Klavier. Er gehört
einer Band der Bergischen Musikschule Wuppertal an. "Berufsmusiker,
das wäre schon was", sagt der siebzehnjährige.
Das aber alles in geregelten Bahnen läuft, dafür sorgt
seine Mutter, die wie Marius sagt in allen Lebenssituationen für
ihn da ist. Das sie selber einmal kurze Zeit unter der Wuppertaler
Trainerlegende Heinz Hoffmann trainiert hat, ist für den
weiteren sportlichen Weg des Marius Bornheim bestimmt kein Hindernis.
Peter Kuhne