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Sabrina Marzahn
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Wenn Sabrina Marzahn über Schwimmen spricht, hat der
Zuhörer das Gefühl, als befände er sich in
einem Hörsaal und lauscht einem gut vorbereiteten Vortrag.
Man merkt der am 24.02.1991 in Köln geborenen Rheinländerin
deutlich an, wie sehr sie sich mit ihrem Sport identifiziert.
"Schwimmen bedeutet mir unheimlich viel.
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Um nicht zu gleich zu sagen, dass Schwimmen mein Leben ist",
steht dann auch sinnigerweise als Einleitung zum Thema Schwimmen,
die Sabrina Marzahn auf ihre Homepage in's Internet gestellt hat.
Wer sich unter http://samy242.oyla17.de
einklickt, wird die Verbindung Schwimmen und Sabrina Marzahn schnell
verstehen.
Sam oder Sammy, wie Sabrina von ihren Freunden genannt wird,
ist in Hürth in der Nähe von Köln zu Hause. Dort
besucht sie auch die Schule, das Ernst-Mach-Gymnasium. 2010 will
sie dort ihr Abitur machen, bestimmte nachfolgende berufliche
Ziele hat sie dagegen noch nicht.
Sabrina schwimmt seit Ostern 2003 für den SV Rhenania Köln.
Von Ihrem Wohnort Hürth braucht sie rund 15 Minuten Fahrzeit
bis zu ihrer Trainingsstätte, dem Leistungszentrum Köln.
Bevor sie in die Domstadt wechselte, und den Leistungssportgedanken
in sich aufnahm, bestritt Sabrina ihre Wettkämpfe für
den SC Hürth. Neben dem Schwimmen war sie in ihrer frühesten
Jugend auch dem Ballet zugetan. "Das hat auch Spaß
gemacht, aber nicht soviel wie Schwimmen. Darum habe ich mich
letzten Endes für Schwimmen entschieden, auch weil ich da
erfolgreicher war", sagt Sabrina Marzahn.
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Sabrina Marzahn (dritte v. lks.)
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Sabrina Marzahn (links)
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Ihre Lieblingsdisziplinen sind die langen Freistilstrecken von
200 bis 1500 Meter. "Ab 200m fängt für mich das
Schwimmen erst richtig an", gibt sie zu verstehen. Am meisten
machen ihr die 200 und die 800m Freistil Spaß. Sie beherrscht
aber auch sehr gut die langen Schmetterling- und Rückenstrecken,
bezeichnet diese aber als ihre Nebenlagen. Bei ihren Vorlieben
verwundert es nicht, dass sie als ihre sportlichen Vorbilder Hannah
Stockbauer, Franziska van Almsick, und die Französin Laure
Manaudou nennt. "Hannah Stockbauer war Langstrecklerin wie
ich. Bei Franziska van Almsick finde ich bewundernswert, dass
sie sich, nach dem sie schon früh bei Olympischen Spielen
war, aus einem Loch, in das sie gefallen ist, wieder hervorgearbeitet
hat. Ich habe ihre Biographie gelesen, die mich sehr beeindruckt
hat.
An Laure Manaudou bewundere ich ihre Vielseitigkeit", sagt
Sabrina. Ihre ersten eigenen sportlichen Erfolge datieren aus
dem Jahr 2003. Hier wurde sie NRW-Jahrgangsmeisterin über
200m Schmetterling und holte vier Silbermedaillen über 100m
Schmetterling, 100, 200 und 400m Freistil. "2003 war ich
noch vielseitiger als heute. Schmetterling war damals noch meine
Hauptlage", erklärt Sabrina. Das galt auch noch für
das Jahr 2004, wo sie über 200m Schmetterling ihren Jahrgangstitel
im SV NRW verteidigen konnte. Mit einem lachenden und einem weinenden
Auge blickt sie, was 2004 angeht, auf ihre Ergebnisse bei den
Deutschen Jahrgangsmeisterschaften zurück. Dreimal Platz
vier und damit "nur" die Holzmedaille über 200m
Schmetterling, 200m Freistil und 800m Freistil, dazu noch Platz
fünf über 400m Freistil ist ihre persönliche Bilanz
dieser nationalen Titelkämpfe. Hierauf kann man wahrlich
stolz sein, ist aber doch ein wenig traurig gestimmt, wenn man
so nahe an Medaillen vorbeischwimmt.
Musste sich Sabrina 2004 noch das Siegertreppchen bei Deutschen
Meisterschaften von unten anschauen, konnte sie dieses ein Jahr
später endlich erklimmen, und das sogleich viermal. Sie gewann
in Berlin die Silbermedaillen über 400 und 800m Freistil,
sowie jeweils Bronze über 200m Freistil und 200m Schmetterling.
Ihre Erfolge auf SV NRW-Ebene in 2005 sollen in diesem Zusammenhang
nicht unerwähnt bleiben. Drei Gold- und eine Silbermedaille
brachte sie mit an den Rhein. Ein ganz starkes Jahr war für
Sabrina 2006. Im SV NRW gewann sie ihre ersten Medaillen in der
offenen Klasse und zwar Gold über 1500m Freistil und Bronze
über 800m Freistil. Edelmetall gab es auch wieder bei den
Deutschen Jahrgangsmeisterschaften. Sabrina konnte sich über
Silber über 400m Freistil und Bronze über 800m Freistil
freuen.
Für die diesjährigen Titelkämpfe in Dortmund hat
sie sich zunächst vorgenommen, gute, neue Bestzeiten zu schwimmen
und in die Medaillenränge zu kommen. "Wenn daraus noch
mehr wird, nehme ich das natürlich gerne mit", beschreibt
Sabrina ihre Nahziele. Weitergehende Ziele hat sie momentan noch
nicht. "Ich will mir nicht zu viel vornehmen, umso mehr wäre
ich enttäuscht, wenn es nicht klappt", hält sich
Sabrina mit Fernprognosen zurück. Der Spaß am Schwimmen
ist für sie das wichtigste.
Als ihre bisher schönsten Erlebnisse nennt sie internationale
Wettkämpfe, vor allem auch die Begegnungen, die sie mit der
SV NRW-Auswahl in Luxemburg erleben durfte. Neun Trainingseinheiten
mit Frühtraining am Dienstag und Donnerstag lassen Sabrina
kaum Zeit für Hobbys. An erster Stelle Lesen, dann chatten
und an ihrer wirklich interessanten Homepage arbeiten, sind die
Freizeitvergnügen, die sie sich gönnt. Ansonsten ist
es so, wie bereits eingangs gesagt: sie lebt für den Schwimmsport.
Das sie hierbei keine Einzelkämpferin ist, dokumentiert ihre
Aussage zu dem, was ihr sonst noch wichtig ist. "Mit das
größte für mich war, dass wir mit den SV Rhenania-Staffeln,
nachdem wir schon 2006 über 4x100 und 4x200m Freistil zwei
Titel in der offenen Klasse bei den NRW-Meisterschaften holten,
in diesem Jahr sogar alle drei möglichen Titel gewonnen haben.
Daran hätten wir im Vorfeld nie geglaubt", Als sie das
sagt, strahlt sie über das ganze Gesicht, mehr noch als sie
erzählt, wie viel ihr der erste Erfolg in der offenen Klasse
bei Deutschen Meisterschaften bedeutet, den sie 2006 bei den Deutschen
Wintermeisterschaften in Hannover mit Rang sieben über 1500m
Freistil errang.
Peter Kuhne